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oder: was reizt an Kärntens Kirchlein?
Wenn man in Kärnten unterwegs ist, dann fallen überall die Kirchlein auf, nicht nur im Dorf, wo sie ja traditionsgemäß hingehören, sondern oft malerisch und weithin sichtbar auf Hängen und Hügelkuppen, links und rechts vom Wege weglockend: Schau mal! - und vorbei, denn man hat ja ein Ziel, es geht rasch weiter.
Lohnt es sich, Abstecher zu machen? Gewiß - in dem einen oder anderen Fall, wenn in den Kulturführern entsprechende Verweise diese oder jene Erwartung auf das Besondere wecken. Und diese Hinweise finden sich in reichem Maße, viele der Kirchlein enthalten Schätze, die auch Kunstexperten beeindrucken.
Allerdings habe ich festgestellt, daß diese sich oft dem flüchtigen Sammlerblick nicht so recht erschließen mögen, sozusagen im Vorbeifahren. Um nicht nur einen Tip abzuhaken - "und da waren wir auch!" - sondern um etwas in sich aufzunehmen, dessen man sich auch noch später zu erinnern vermag, braucht man Zeit.
Wenn man sich die nimmt, dann kann jeder Abstecher lohnend sein. Es gibt so viel zu entdecken; schon die Lage des Bauwerks kann zu einem mehr oder weniger ausgedehnten Fußweg verlocken, einen Blick in die Weite oder andere Landschaftseindrücke bieten.
Zeit wird einem schon dadurch abverlangt, daß die kleinen Kirchen meist nicht mehr einladend offenstehen. Es gilt, jemanden zu finden, der den Schlüssel hat; das fordert Initiative, kann aber auch die Chance eines lebendigen Eindrucks erhöhen. Es ist nicht uninteressant, welche Menschen in welcher Art mit 'ihrer' Kirche verbunden sind, und so lohnt sich die kleine Mühe oft doppelt.
Was reizt mich an diesen Kirchlein? Warum meine ich, sie seien es wert, sich Zeit zu nehmen? Wohl in erster Linie sind sie mir anschauliche Zeugen der          

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