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Millstatt - Laubendorf - Tangern - Treffling - Lieseregg
Das Zentrum der Urlaubsregion Millstätter See ist, historisch bedingt und vielleicht auch naturgegeben, Millstatt, dessen Zauber und Charme im Sommer von einer großen Schar Touristen sowohl genossen, als auch überdeckt wird. Aber die Zeugen vergangener Zeit geben ihm sein ganz unverwechselbares Gesicht, das sich wohltuend von den anderen Orten am See unterscheidet. Noch heute ist der beherrschende Gebäudekomplex der des ehemaligen Bene- diktinerklosters mit seinen weithin leuchtenden Türmen und Kuppeln mäch- tigen, sowie in warmen Gelbtönen strahlenden Mauern.
Die Abtei und das Klosterareal gehen in ihren Ursprüngen zurück in das vorige Jahrtausend, Flechtsteine aus dem 9. Jahrhundert in den nord-westlichen Zugang zum Stiftshof unauffällig eingemauert, geben Zeugnis aus karolin- gischer Zeit.
Der obere Innenhof lädt unter riesiger Linde zum Verweilen und Erspüren der Atmosphäre ein. Dabei sollte man sich Zeit lassen, eher der Sonnen-Uhr an der Nordmauer Aufmerksamkeit schenken als der am Handgelenk, und vielleicht gelingt es dann, eine Vorstellung zu entwickeln, wie es hier wohl vor etlichen Hunderten von Jahren ausgesehen haben mag.
Die ältesten der heutigen Gebäude gehen zurück auf das 12. Jahrhundert, als Millstatt ein mächtiges und berühmtes Benekdiktinerkloster war. Der Stiftshof -
wie auch der süd-östlich anschließende 'Lindenhof' - geht auf Bauaktivitäten des 16. Jahrhunderts zurück, als die Klosteranlage zur Ordensburg der St. Georgritter ausgeweitet wurde. Im folgenden Jahrhundert ließ der zweite Hochmeister des Ordens die schönen Arkadengänge errichten, die der Anlage eine heiter-beschwingte Note geben, jedenfalls für uns Heutige - was die Geschichte aus alten Zeiten überliefert, klingt ganz anders.

Vom Mönchsorden

bis zu Maria Himmelfahrt